Neuer Motor Vindö 40

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Dirk
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Neuer Motor Vindö 40

Beitragvon Dirk » So Feb 05, 2017 14:03

Moin!

Als erstes möchte ich mich bei Anders für die Organisation des Treffens in Æroskøbing im letzten Jahr bedanken. Trotz widriger Umstände war es einfach toll! Danke Anders!

Nun zu meiner Frage: Hat jemand Erfahrung mit dem Einbau eines Volvo Penta D1 30 in eine V40? Unser alter 2002 ist mittlerweile 27 Jahre alt und hat wenig Reserven wenn es mal gegenan geht. Oder gibt es Modelle anderer Hersteller die geeigneter sind? Und welche Firma könnt Ihr empfehlen?
Fragen über Fragen :help1:

Gruß Dirk
SY Gotland

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windjob
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Lombardini

Beitragvon windjob » So Feb 05, 2017 15:23

Hallo Dirk,

ich würde mir mal den Lombardini anschauen. Sehr kompakte Motoren und laufruhig. Habe den LDW1404 in unsere 50MS eingebaut und war sehr zufrieden. Auch der Preis dürfte interessanter sein als VP.

MuS

Klaus

MVP
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Neuer Motor

Beitragvon MVP » Mo Feb 06, 2017 11:50

Moin,
ich habe auf meiner 32 einen Nanni 3.75HE.
War damals etwas günstiger als ein neuer Volvo, vorallem aber waren keine Änderungen am Motorfundament erforderlich.
Das war 1998 - seither läuft er störungsfrei (bisher ca. 1000 Betriebsstunden). Durch Stirnradantrieb ist er auch wartungsarm. Außer Öl-und Filterwechsel, Wechsel von Kühlflüssigkeit und Impeller gab es nie sonstige Wartungen.
Gruß
Michael
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Anders Christensen
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Beitragvon Anders Christensen » Mo Feb 06, 2017 18:12

Hallo Dirk
Es freut mich das du mit unser Pfingsttreffen zufrieden war, und Ich hoffe das du auch in 2017 den weg zum Ärösköbeng findet, Pfingsten ist ja etwas später und dann sollte der wetter wohl etwas wärmer sein.
Ich habe in meinen V40 die alte VP MD11c mit einen MD 2030 ausgewechselt, es gab einige änderungen in der motorfundament aber es war nicht so schwer zu machen. Du kannst gerne bei mir anschauen wie Ich das gemacht habe, wir wohnen ja nicht so weit von einandern.
Liebe Grüsse
Anders

hansenloewe
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Beitragvon hansenloewe » Sa Feb 11, 2017 07:29

Hallo Dirk,

ich bin auch gerade beim "wechseln", d. h. MD 11 c raus und einen MD 2030 rein.....und habe mich mit Anders getroffen, um ein wenig mit den Augen zu stiebitzen :mrgreen: .

Allerdings brauchte ich an den originalen Motorfundamenten nichts ändern, da ich den MD2030 auf die schmale Ölwanne umgerüstet habe.

Dadurch musst Du dir "nur" Adapterplatten für die Fundamente anfertigen und die hinteren Halter mit Zwischenstücken anpassen.

Probleme kann evtl. die Getriebekühlung machen, hier ist es etwas eng im Tunnel und je nach Ausführung des Getriebes - gerade oder ungerade Ausführung - kann man die Anschlusskomponente um 180° drehen bzw. nicht drehen
:motz: .
Bei mir - gerade Ausführung - ging es nicht und deshalb wurden die Schlauchanschlüsse umgebaut.

Ansonsten ist der Wechsel eigentlich nicht so arbeitsintensiv.

Kleiner Tipp noch: Kauf dir einen kleinen 250 kg Kettenzug. Kostet ca. 80 Euro im Mittel, aber dann kannst du die Maschine immer mal wieder anheben ( einfach ein 8er Kantholz als Träger auf die Messingschienen der Schiebelukführung auflegen).

Wenn Du dir das Ganze mal anschauen willst, mein Boot liegt im Winterlager in Flensburg.
Gruß

Karsten
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Dirk
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Beitragvon Dirk » So Feb 19, 2017 19:29

...vielen Dank für Euer Feedback! Ich habe mir inzwischen Angebote eingeholt, die für einen VP D1 30 incl. Wellen- und Propellererneuerung zwischen 10 und 12tsd € liegen. Auuuua! Das motiviert mich irgendwie, den alten Jockel (VP 2002) ein wenig zu streicheln. Zumal er bis auf die Startschwierigkeiten nach längerer Standzeit prima läuft. Außerdem wird es auf Grund der Größe des Schraubenbrunnens schwierig, einen für die höhere Leistung des neuen Motors passenden Propeller unterzubringen. Also würden auch 20 PS wie gehabt langen. Jetzt freue ich mich erst einmal auf Pfingsten!
SY Gotland

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Beitragvon jayaet » Mi Mär 08, 2017 15:29

Moin Dirk,
ich habe 2010 den alten MD2B mit einem neuen Yanmar 3YM30 (30PS) ausgetauscht. Der Motor ist einfach klasse, wiegt 90kg weniger und hat 5PS mehr als der alten Volvo. Verbrauch im flachen Wasser ist ca. 1,3l/Stunde bei 5,5 Knoten. Deutlich weniger als mit dem Volvo. Wichtig zu wissen ist die Yanmar original Motor Lager unbedingt übernommen werden müssen. Um die Umbauaufwand zu verringern habe ich dummerweise versucht die vordere Yanmar Aufhängungen zu übernehmen und deshalb Vitus Lager eingebaut, die eine etwas niedrige Einbauhöhe haben. Damals habe ich mich auch bei einer bekannte Yachtzubehör Firma von deren Motorspezialist beraten lassen und er meinte die Vitus Lösung sei in Ordnung. Das war ein Fehler. Wegen den hochgelegten Auflageflächen (Fundament), muss man auf jeden Fall die hintere Aufhängungen extra machen oder machen lassen, egal welche Lager man nimmt. Die alten Hinteren waren auch eine Sonderanfertigung. Der Motor mochte die Vitus Teile überhaupt nicht. Die Lager haben ihn im Leerlauf nicht so frei wackeln lassen wie er wollte und die Vibration wurde aufs Boot übertragen. Über ca. 850U/min war es kein Problem. In der nächsten Saison baute ich neue vordere- und umgeänderte hintere Aufhängungen ein, damit ich die Yanmar Gummilager doch übernehmen konnte. Danach ist die Ruhe eingekehrt! Ich habe auch eine flexible Kupplung von Centaflex samt Propellerwelle und SPW 4 Blatt Drehflügelprop dazu eingebaut. Vier Adapterplatten muss man auch herstellen um das Lochbild vom alten Motor an den Neuen an zu passen. Sowas Ähnliches lässt sich auch für einen Volvo Umtausch (oder anderen Motor) nicht vermeiden wahrscheinlich. Volvo hat früher Umbausätze dafür angeboten (ziemlich teuer), vielleicht gibt es Sowas noch. Ich hoffe das war ein bisschen hilfreich.

Viel Erfolg
John

PS. Fotos vorhanden :daumen:
Zuletzt geändert von jayaet am Mi Mär 08, 2017 21:15, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon TomM » Mi Mär 08, 2017 18:06

Jetzt muss ich aber mal für den Motorenspezi vom SVB in die Presche springen. Wie eng es im S-Spant der Vindö zugeht wissen nicht mal die Motorenhersteller. Das darf man SVB wirklich nicht anlasten.

Sieh Dir Karstens Posting mit der Getriebekühlung an. Das war bei uns in der V32 auch so, Abhilfe konnte nur mit kunstvoll verlötetem Kupferrohr geschaffen werden.

Soll heißen - nicht so hart sein mit den Spezialisten, die tun auch nur was sie können.
so long -> Tom

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Speziell etwas zu den Motorlagern..

Beitragvon hansenloewe » Mi Mär 08, 2017 18:49

Wichtig bei den Motorlagern - hier sind die Fundamentlager gemeint - ist, dass diese für das Gewicht und den Einsatz ausgelegt sind.

So bietet die Industrie diverse Fundamentlage an, die ihren Einsatz bei Netzersatzstrom-Anlagen aller Größen, Getrieben und E-Motortriebe haben.

Ohne jetzt auf den einzelnen Motortyp einzugehen, aber mit etwas googlen und Anpassen kann man leicht 70 - 80 % an Kosten sparen, gerade gegenüber der grünen Ware :daumen: ....
Gruß



Karsten

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Beitragvon jayaet » Mi Mär 08, 2017 20:28

Hallo Tom,
bei dem Yanmar Motor sollen die original Lager auf keinen Fall für irgendeine andere Marke oder Bauart ausgetauscht werden. Ganz egal welche Einbausituation sich vorfindet. Die Aufhängungen müssen an die Yanmar Lager angepasst werden, egal wie. Das habe ich leider auf die harte Tour lernen müssen. Wenn der Motorraum das nicht zulässt, muss man einfach auf den Motor verzichten. Die falsche Beratung hat einen Satz Vitus Lager, viel Zeit und Ärger gekostet. Da ich das Beispiel der neuesten US Präsident nicht folgen möchte, habe den Name im ersten Beitrag oben aus editiert.

Grüße
John :gruebel:

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Beitragvon hansenloewe » Mo Mai 01, 2017 07:32

Nachtrag zum Thema "Schwingungsdämpfer".

Letztens habe ich sogar eine App bei einem Bekannten vorgeführt bekommen, mit deren Hilfe man Shorehärte und Größe von Gummi-Metall-Dämpfern recht genau bestimmen kann (für Andriod und i-tunes).

Ich meine, es war eine Applikation von AMC, bin mir aber nicht ganz sicher und werde nochmals nachfragen.
Gruß



Karsten

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Re: Neuer Motor Vindö 40

Beitragvon mannueberbord » Do Jul 20, 2017 17:18

Hallo Vindö Freakys, :mrgreen:
wir haben seit dem letzten Jahr eine wunderschöne und original erhaltene Vindö 40 am Bodensee, von einem 72 jährigen Schweizer erstanden, dem es letztlich zuviel mit ihr wurde, altersbedingt.
Nun versuchen wir uns auf sie einzulassen, sie fühlen und segeln, um dann 2019 mit ihr auf grosse Fahrt zu gehen "Nordroute" Richtung Island :cool:
Soweit so gut.
Die Geschichte ist aber etwas komplexer geworden. :mrgreen:
Zur Einwinterung im letzten Jahr, rief uns die Beauftragte "Werft" an, der "Motor ist kaputt", grauer Schlamm im Öl :shock:
Geschätzte Kosten, wenn sie es sofort erledigen, "renommierte Volvo Penta Vertragswerkstatt" Ausbau, komplett zerlegen, Ersatzteile, Wiedereinbau, ohne jegliche Garantie 6500 bis 8000 Euro! für 12000 würden sie gleich einen Neuen einbauen.
Nach langer Internet Recherche und das schon fast in Verzweiflung, Mechaniker in Hamburg gefunden, mit Zugang zu original Ersatzteilen, "eingeflogen" nach einer Stunde stand fest, Impeller kaputt. :shock:
Mehr nicht ! Der Mechaniker kam tatsächlich mit 3 Werkzeug Koffern, volle Ausrüstung für alle Eventualitäten, Motor Kompression ist = Werksangabe bis 0,02 Abweichung.
Ich hätte mir fast eine Pumpgun gekauft, diese verfluchte "renommierte Werkstatt" "Werft" wollte uns doch tatsächlich auf übelste betrügen.
Grüsse


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