Bavaria

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TomM
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Bavaria

Beitrag von TomM » Montag 10. Februar 2003, 03:53

Ich habe am Wochenende einen beneidenswerten Menschen besucht, der sein Schiff in einer Halle unter seiner Wohnung hat. :eyes:

Da stand neben einer Monsun auch ein Bavaria von 2001. Mann-o-mann Wenn man das so vergleicht. Schiffslänge fast identisch, Raum in der Bavaria ohne Ende aber Ausführung (obwohl ja vie Holz innen) brrr. Dünne Sperrholzbrettchen mit Silikon eingeklebt. Da treut man sich nicht so recht was anzuschrauben.

Nun sagte mir der Eigner der Monsun, dass er dieses Jahr bei Najad und HR war (auf der Boot) Da wäre es mitlerweile auch nicht mehr anders, Durch das Gelcoat könne man das Lamiat sehen, die Rümpfe wären ziemlich dünn.

Lässt die Bauqualität wirklich so nach? Ist das der Kundenwunsch? Anscheinend ja! Die Schiffe werden von vercharterern gekauft un nach fünf Saison verkauft - Ende. Nichts soll mehr halten, auch kein Schiff

Da können wir aber froh sein mit unseren alten!
so long -> Tom

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Beitrag von Ludi » Montag 10. Februar 2003, 12:31

ich weis es nicht genau, aber....

Ich finde manche Kritik an den sog. "Billig"-Schiffen einfach zu pauschal. Man sollte vielleicht auch mal Crash-Tests o.ä. durchführen um die Tauglichkeit der Schiffe ermitteln zu können.

Auch muss der nicht unerhebliche Preisunterscheid irgenwo her kommen.

Und das die alten besser sind .... hmm schon, vielleicht, damals wurde aus vorsichtsgründen dicker laminiert und alles sieht solider und fester aus. Aber auch bei den alten Vindös (siehe Deine Schiebeluke) gibt es Mängel, die man heutzutage durch die Verwendung moderner Materialien nicht mehr passieren können (dürfen ?? ) Macken haben alle.

Und trotzdem ne Vindö iss ja schon wat feines..... oder ne Monsun .... und deswegen habe ich auch eine gechartert im April :wink:
Viele Grüße
Stephan

Auf dem Weg zur Ruhe die Nerven bewahren, Geduld lässt sich lernen und wir gewöhnen uns daran

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Beitrag von TomM » Montag 10. Februar 2003, 14:39

Pauschalisieren wollt ich nicht, ich war selbst mal drauf und dran eine Bavaria 34 zu kaufen. Ich hatte einfach mal so eine Phase, da hatte ich die Nase voll von Holzarbeiten und Ausbesserungen.

Die Diskussion kam auf, weil es auf einmal hieß, auch die HR und Najad sind nicht mehr besser verarbeitet.

Kann da einer was dazu sagen? Am besten ein Najad Eigner
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Beitrag von vindoede » Montag 10. Februar 2003, 21:44

Moin,
möglicherweise ist die Antwort ja ganz einfach.
Modernere Materialien und modernere Produktionsverfahren.
Dadurch gleiche Festigkeit bei geringerer Materialstärke und geringerem Gewicht.
Und diese modernen Methoden haben natürlich auch bei HR und Najad Einzug gehalten.
Die pauschale Unterstellung "alles wird schlechter" erscheint mir etwas verkürzt.
Gruss aus Flensburg
Heinrich :smile:

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Beitrag von TomM » Dienstag 11. Februar 2003, 01:03

Ja, das mit der Festigkeit ist eines - allerdings sieh mal unsere Teakdeckkonstruktion und stelle Dir mal ein Super blabla Leichtbau-Sandwich vor! Da sind auch Löcher über Löcher, die Türen gehen beim Segeln nicht auf und nicht zu ud eine kleine Ramming endet in der Werft.

Was ich allerdings meinte ist die Verarbeitung an sich, also so 100.000 Euronen, da denke ich man könnte sauber verarbeitete Kanten erwarten - gerade bei Najad und HR. Stattdessen Schottwände rauh eingepasst und mit Dichtstoff verfugt - fertig. Dass die schiffen, wenn sie aus der Werft kommen, nicht fertig sind das liest man oft (fast immer) aber wenn die baulichen Mängel so gravierend sind? :scared:

Oder schaut halt einfach keiner mehr drauf? :smhair:

Ich kenne en paar Najad Eigner - die machen aus jeder Mücke einen Elefanten, rufen die Werft an für alles und jedes - das kann doch nicht gutgehen.
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Beitrag von vindoede » Montag 17. Februar 2003, 00:34

Moin Tom,
ja, dass auch bei hochpreisigen Schiffen Verarbeitungsmängel vorkommen habe ich auch schon gelegentlich gehört. Aber eigentlich nie aus erster Hand. Kennst Du vieleicht einen Eigner der persönlcihe Erfahrungen hat ?
Gruss aus Flensburg
Heinrich

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Beitrag von TomM » Montag 17. Februar 2003, 04:38

Hoi Heinrich,

nö, die Eigner von Najad und HR, die ich kenne, haben ältere Baujahre. Allerdings sind es gerade die die meckern wenn sie von Messen kommen. Es scheint sich nach deren Auskunft der Leichtbau breit zu machen. Jow, und der Konkurrenzdruck ist ja immens.

Es scheint als blieben bei den neuen wirklich langsam nur noch die Exoten wie Faurby, Dergrö etc. übrig. Alternativ eben Selbstbau - aber die zeit nußt Du erst mal haben.
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Beitrag von Shorty1lg » Dienstag 13. Mai 2003, 18:04

Ich war letztes Jahr in der Werf von Henningsen & Steckmest
in Kappeln an der Schlei.
War einfach mal in der Gegend und hab gefragt ob ich mal reinschauen
darf.
Waren total nett und ich konnte mir ansehen wie dort Scalar Yachten entstehen.
Also Bootsbau in absoluter Qualiät.
Wenn ihr mal eine Scalar seht müßt ihr euch ansehen.
moin moin

brocken
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Beitrag von brocken » Mittwoch 16. Juni 2004, 10:39

Moin Moin,
zum Thema Scalar,
wußtest Ihr eigentlich, daß Herr Steckmest seine Ausbildung bei Vindö in Schweden gemacht hat? Is so, und ich finde, daß sieht man auch bei den Scalaren sehr deutlich. der legitime Nachfolger von Vindö!
augezeichnete Verarbeitungsqualität . es sind einfach tolle Schiffe!
leider auch die Preise......
aber Qualität hat auch seinen Preis.
Gruß
Claus

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Beitrag von Reginafreak43 » Montag 27. März 2006, 20:48

Hallo Liebe Gemeinde,
Ich bin ein Najad besitzer und kann sagen das die Najads 10x besser Verarbeitet sind als Bavarias. Eine Bavaria Yacht brauch 6 Tage bis sie Fertig ist, eine Najad hingegen 6 monate. Es fängt an mit dem Rumpf. Auf einer Bavaria wird der Rumpf und dass Deck zusammen Geklebt. Auf einer Najad wird er zusammen Laminiert. Dieses Laminiern braucht ca. 6 Tage. Dann wird der Rumpf jede 12cm mit 8cm langen Bolzen zusammen Gebolzt. Die Bolzen werden auch in den Rumpf einlaminiert. Dann wird das Interior eingebaut. Bei einer Bavaria wird das Interior in Set formen reingelegt und verklebt. Dannach wird dass Deck drauf geklebt. Das ist der Grund warum Bavaria yachten nach 2-3 Jahren anfangen zu Knarzen. Das Teak deck auf einer Najad wird mit über 2,000 Schrauben in den Rumpf geschraubt. Auf einer Bavaria wird es einfach nur Geklebt. Das sind nur ein paar Beispiele wie Bavaria einspart. Also, mann sieht wie viel besser Najad yachten sind.
MFG
Tobi Hübner

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Re: Bavaria

Beitrag von Hemma » Dienstag 25. Dezember 2018, 17:51

Es gibt keine Schiffe aus Serienbau mehr, die annähernd perfekt wären, incl. HR, Najad etc. , alles Serienlutschen mit mehr oder weniger großen Kompromissen...besonders an die Ehefrauen der Eigner ;-)
PS: Ich denke ja, das man mit ausklappbarem, schwimmfähigem Kunstrasen und aufblasbaren Jägerzäunen heute viel Geld verdienen können müsste...wenn man so schaut, was alles ab 4 im sicheren Hafen bleibt ;-) Steinigung "on" ;-)
Vindö 40 "Hemma"
#1581 / 1979

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