Borddurchlässe

Vindö, was sonst?

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Borddurchlässe

Beitrag von Seefee » Montag 7. Februar 2022, 11:55

Hallo Miteinander,
wir hatten eine wunderbare erste Segelsaison mit unserer V30.
Sehr schöne Segeleigenschaften und plötzlich ist die Reichweite von unserem Heimathafen viiieeeel größer wie mit den Vorgängerbooten.
In dieser Saison möchten wir das Boot "dichter" bekommen. Daher fangen wir mal mit unseren leicht "suppigen" Borddurchlässe und Seeventile an.
Bodenseespezifisch wurden vier Borddurchlässe, davon zwei mit Seeventil verplompt. Leider ist die Geschichte nicht ganz dicht, denn ein Seeventil tropft direkt an der Dichtung- nochmaliges Nachziehen der Verschraubung stoppte zwar dies- allerdings ist das Ende der Verschraubung erreicht. Gewalttätig anziehen möchte ich nicht denn nach "fest" kommt "ab".
Die anderen Borddurchlässe suppen alle direkt am Durchlass- Hier haben wir auch nochmals nachgezogen bzw. ein von der Werft "ich mach mal alles schnell dicht" drübergebazt.
War ja für´s erste gleich nach dem einwassern ok und hat die Segelsaison auch gehalten.
Jetzt würde ich lieber die Sorgenkinder komplett ausbauen, ersetzen und frisch eindichten.
Hier meine Frage an die erfahreneren Vindöianer:
Neue Borddurchlässe- welches Material ist gut? ( Ich segle nur Binnen)
Welches Dichtungsmaterial ist geeignet?
Bei einem Borddurchlass den wir bereits herausoperiert haben, war eine graue Kaugummiähnliche Masse drin. Diese war noch flexibel aber das Gewinde konnte nicht mehr weiter angezogen werden.

Vielen Dank für´s weiterhelfen
Mit vielen Grüßen
aus dem verschneiten Schwarzwald
Sylvia

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Re: Borddurchlässe

Beitrag von Mats » Mittwoch 9. Februar 2022, 00:40

Hallo Sylvia, wenn ich einen Borddurchlaß erneuere nehme ich V4A (Edelstahl) Borddurchlässe und Kugelhähne. Wenn du nur den Hahn wechseln möchtest würde ich das selbe Material nehmen aus dem der vorhandene Bordduchlaß auch ist. Am besten dichtet nach meiner Erfahrung immer noch Hanffaser mit der grauen Paste.
VG Mats (V50)

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Re: Borddurchlässe

Beitrag von Anders Christensen » Mittwoch 9. Februar 2022, 11:58

Hallo Sylvia
Original sind die Borddurchlässe aus Bronze, und die halten fast ewig,und besonders an der Bodensee, oft ist der dichtungsmaterial an der undichtigkeit schuld. Ich würde die durchlässe ausbauen, sorgfältig reinigen und der rumpf bei der durschlass auch gut reinigen. Dann mit zb. Tec7 als dichtung wieder montieren, der gewinde fürs ventil würde Ich wie Mats mit hanf und die graue fett dichtmachen, und gleichzeitig montieren, wenn der Tec7 ausgehärtet sind soll man lieber nicht mehr der seeventil spannen weil der Tec7 dann undicht wird.
Im Salzwasser würde Ich Durchlässe aus Bronze oder V4A verwenden, am liebsten das selbe material als die anderen wegen korrosionsgefahr bei verschiedende materialien.
LG
Anders

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Re: Borddurchlässe

Beitrag von Seefee » Dienstag 15. Februar 2022, 18:37

Hallo Mats und Anders,
vielen herzlichen Dank für Eure Antworten.
Zum Eindichten Borddurchlass/ Rumpf: Könnte man den Borddurchlass auch mit flexiblen Material eindichten/ was wäre dies z.B.?

Als Alternative zur Bronze; was haltet Ihr von den Trudesign Komposit Borddurchlässen?

Mit freundlichen Grüßen
aus dem Schwarzwald
es schneit schon wieder
-brrrr-
Sylvia

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Re: Borddurchlässe

Beitrag von Anders Christensen » Mittwoch 16. Februar 2022, 07:22

Hallo Sylvia
Zum eindichten wurde Ich Tec7 empfehlen, es klebt sehr gut auf fast alle materialien. Komposit durchlässe sind sehr gut und haltbar.
Viele Grüsse aus DK
es regnet immer noch smile smile

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Re: Borddurchlässe

Beitrag von Jogi » Mittwoch 23. Februar 2022, 15:33

[Als Alternative zur Bronze; was haltet Ihr von den Trudesign Komposit Borddurchlässen?

Diese Trudesign Komposit Borddurchlässe habe ich auf unserer V 50 in der Ostsee bereits seit einigen Jahren im Einsatz und alles dicht. Aber die beweglichen Teile nicht mit öl fetten nur mit Teflon. Eingedichtet habe ich sie mit dem von Anders beschriebenen Tec7.
Jogi

SY Lille Ø Vindö 50SL
______/)______/)_____

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Re: Borddurchlässe

Beitrag von Seefee » Mittwoch 2. März 2022, 18:19

Hallo Anders und Jogi,
vielen Dank für eure Antworten.
Bei uns im Süden war zwischenzeitlich Fasnet- die fünfte Jahreszeit- . Coronamassnamenbestimmt und Putin..... zwar recht ruhig aber doch immerhin ein "bissle", daher meine späte Antwort.
Mittlerweile haben wir weitere drei von den verplompten Durchlässe herausoperiert. Leider ging das dieses mal nur mit der guten Fein säge. Wir haben von innen gearbeitet da das Verplombungsmateial unbekannt war.
Wir hatten: Korkpropfen mit Sikaflex, Holzpropfen mit Acryl und Auszementiert mit Messingdeckele drauf.
Am festen war der Kork (Der Bodensee ist auch Weingegend- da war wohl ein "Fassbonden" übrig ;-)
Das Holz ging so und der Zement ist recht schnell herausgefallen. Wenn das im Wasser passiert wäre hätte das aufgelötete Deckele nicht viel Wasser abhalten können.
Für mitlesende Segler vom Bodensee- der Borddurchlass mit dem Zement drin war der ehemalige WC ausgang, daher KEIN Seeventil dahinter surprised , am besten kontrollieren was mal damals gemacht wurde.
Am Wochenende machen wir noch weitere Löcher ins Boot und danach gehts wieder ans einbauen.
Viele Grüße
aus dem Schwarzwald
Sylvia

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Re: Borddurchlässe

Beitrag von Anders Christensen » Sonntag 6. März 2022, 10:00

Hallo Sylvia
Ohh ohh gut das du rechtzeitig an die durchlässe rangekommen ist. Manchmal wundert man sich wie solche sachen gemacht wird. Wer machen diese Plompen? Ist es die behörden oder der eigner? Hier oben in DK arbeitet wir nach der dewise Kontrolle ist gut aber vertrauen ist besser. biggrin biggrin
Viele Grüsse
Anders

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Re: Borddurchlässe

Beitrag von Seefee » Montag 7. März 2022, 00:13

Hallo Anders,
wer damals die Borddurchlässe dauerhaft verplomt hat lässt sich nicht mehr nachvollziehen, Es müsste irgendwann zwischen -geschätzt 1976 und 1985 gemacht worden sein. Das war dann der erste oder zweite Eigner, ( Ich bin Nummer vier).
Für weitere Löcher machen war´s heute zu kalt- daher hab ich am Innenprojekt- neue Salonkojenpolster- weiter gewerkelt und juhu die Backbordseite fertig gestellt. biggrin

Viele Grüße aus dem kaltem Wald-
wenigstens schneits nicht
Sylvia

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Re: Borddurchlässe

Beitrag von Anders Christensen » Dienstag 8. März 2022, 18:54

Hallo Sylvia
Es ist ja eigentlich auch egal wie und wann es gemacht wurde, aber wenn du durchlässe komplet entfernen muss alles natürlich sorgfältig abdichtet werden, es heisst die löcher innen und aussen runterschleifen damit einen grössere fläche entsteht und dann mit GFK laminieren. Polsterarbeiten geht zur zeit natürlich besser zuhause unter angenehmer temperaturen, heute morgen war in unser halle minus 1 grad und der lust dort zum arbeiten war nicht so gross.
LG Anders

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Re: Borddurchlässe

Beitrag von Seefee » Donnerstag 10. März 2022, 17:00

Hallo Anders,

vor dem richtigen verschliesen der Borddurchlasslöcher mit Schäftung gruselts uns schon gewaltig, daher haben wir uns einen anderen Weg überlegt und möchten folgendermassen vorgehen: Neue Kompositmaterial Borddurchlässe mit Epoxid ausgießen, diese nach aushärten ordentlich in die entsprechenden Löcher einbauen sowie eindichten und von innen mit einer Kappe verschliesen- (diese auch wieder mit Hanf und Paste).
Auf diese Weise müsste die Behörde zufrieden sein ( Borddurchlass dauerhaft verschlossen) und wir können das eingebaute im Auge behalten und nachbessern falls wir zu arg gemurkst haben.

Mit vielen Grüßen aus dem Schwarzwald
-endlich hat mal jemand die Kühlschranktür zugemacht- es wird warm!!!-
Sylvia

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Re: Borddurchlässe

Beitrag von Anders Christensen » Montag 14. März 2022, 11:01

Hallo Sylvia
Die geplante vorgehen müssen wohl die behörden zufriedenstellen? Bei uns ist es viel einfacher, wenn die Boote so alt wie unser Vindös sind brauchen wir kein fäkalientank und 2 sm von der küste dürfen wir die bordtoilette benutzen und wenn wir keinen toilette eingabaut habe dann reicht einen Pütze und alles kann überbord gehen.
Heir haben wir noch Temparaturen um der gefrierpunkt aber es wird hoffentlich bald Frühling
Viele Grüsse
Anders

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Re: Borddurchlässe

Beitrag von Seefee » Mittwoch 16. März 2022, 10:08

Hallo Anders,

ja ja- das Behördenpferd möchte auch gesattelt werden- ich gehe aber lieber mal auf Nummer sicher, damit ich nicht die Zulassung riskiere. Ich bin mir zwar sehr sicher das keiner der Sachverständigen tauchen geht- nur liegt das Boot auch lange genug auf dem trockenen.
Fäkalieneinleitung ist offiziell verboten, da der Bodensee Trinkwasserspeicher für Süddeutschland ist.
Die Pipelines der Bodenseewasserversorgung reichen bis zu mir in den Schwarzwald, die Hauptleitung versorgt Stuttgart und Umgebung.
Für´s schnelle Geschäft hilft auch bei uns die Pütz welche dann unauffällig ......
Sonst gut planen und die Hafenanlagen benützen.
Die Vorbesitzer waren mit Porta potti unterwegs- ich liebäugle momentan mit einer Trockentrenntoilette- bin aber noch nicht zur Entscheidung gekommen.

Viele Grüße aus dem
Saharasandgelben Schwarzwald- :roll:
ich geh mal mein Auto wieder in den Ursprungsfarbton zurücksetzen!
Sylvia

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