Petroleum Heizung

Von Abwasser bis Schlafen

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Lucky
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Petroleumheizung

Beitrag von Lucky » Dienstag 22. August 2006, 15:01

Moin, Moin.

Es ist geschafft. Wir sind für die kältere Jahreszeit gerüstet. Unsere Petroleumheizung ist optisch und technisch aufgearbeitet und nach erfolgreichem Probelauf nun endgültig eingebaut worden. Derzeitig arbeitet das System mit einem Wärmetauscher mit integriertem Lüfter und einem Konvektor. Der Lüfter ist bei der Luftgeschwindigkeit derzeitig noch zu laut und muß heruntergeregelt werden, aber der warme Luftstrom ist beachtlich. Meine Frage an euch ist, wie viele Konvektoren wurden in welcher Länge und wo in die Vindö 50 mit Achterkabine original eingebaut ?
Ich habe vor, Einbaukonvektoren unter dem U-Sofa und einen Konvektor in der Achterkabine einzubauen.

Es grüßt euch

Lucky

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Beitrag von Wilko Schoormans » Dienstag 22. August 2006, 15:13

Moin Lucky!
Ich habe einen ca.60 x 25 cm großen Konvektor im Salon unter dem U-Sofa ausgetauscht gegen einen 80 x 60 cm Alukonvektor (Heizkraft nach Angabe der Kieler Firma ca.800 Watt) und habe die auf dem Warmwasserrohr aufgebrachten spiralförmigen Konvektoren belassen,allerdings in alle Schapps,soweit möglich und mit guten Aussehen noch vertretbar, Löcher von ca.4 cm (mit Holzrosette) geschnitten,um eine Umluft zu bekommen.
Eine Achterkajüte haben wir nicht.
Z.ZT.denke ich über einen größeren Petroleumtank nach,der über einen Hahn das lästige Nachfüllen bequemer macht.Gruß Wilko

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Beitrag von Dagmar » Dienstag 22. August 2006, 17:24

Hallo,

Werftseitig wurde bei Chari-La damals eine Webastoheizung eingebaut und das war auch das, was die Werft standardmäßig (1981) angeboten hat. Die saß halt im Motorraum und an Backbord verliefen die Lüftungsrohre sowohl nach vorne als auch in die Achterkajüte. Wolfgang hat dann diese Heizung vor Jahren rausgeschmissen, weil sie einfach zu anfällig war. Bei der V50 mit AK Bauj.1978 hatten wir keine Heizung, so weiß ich leider nicht, wie Vindö andere Heizsysteme eingebaut hat.

Gruß
Dagmar :elch:
V50 SL Ketsch
"Chari-La"

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Beitrag von bernhard » Samstag 3. Februar 2007, 17:55

Moin!
unsere letztes Jahr erworbene V50 Bj 72 besitzt auch die original Petroleumheizung, die wohl schon 20 Jahre außer Betrieb ist. Ich würde sie gerne wieder zum Leben erwecken, suche jemand, der ähnliches hinter sich hat und bereit ist, seine Erfahrungen weiterzugeben; zB muß ich prophylaktisch alle Schläuche erneuern? Wie befüllt/entlüften man richtig? Wo bekommt man den Aufsatz für den Schornstein? Frostschutz wie beim Auto? Bin für jede Hilfe dankbar, vielleicht ist auch Kollege Wilko zu einem Consilium bereit?

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Beitrag von Wilko Schoormans » Sonntag 4. Februar 2007, 11:58

Moin Bernhard!

Es gibt schon reichlich Erfahrung mit der wunderbaren Petroleumheizung,schau Dir doch mal die Beiträge an,ich kann Dir auch per Tel.oder e-mail weitere Fragen jederzeit gerne beantworten,am besten unter pn.Gruß Wilko
Zuletzt geändert von Wilko Schoormans am Mittwoch 28. Februar 2007, 07:37, insgesamt 1-mal geändert.

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Petroleumheizung

Beitrag von Lucky » Montag 5. Februar 2007, 11:12

Hallo Bernhard.

Habe meine Petroleumheizung über den Winter fertig eingebaut und die letzten Wochenenden in Betrieb genommen. Bei dem Einbau und der Inbetriebnahme konnte bzw. mußte ich sehr viel Erfahrungen sammeln. Auswahl eines geeigneten Ausdehnungsgefäßes und die benötige Größe. Offenes oder gechlossenes System mit Überdruckmembran. Entlüftungstaktiken mit Pumpen und Wasserleitung. Eigenbau eines H-Schornsteines usw.
Ich bin gerne bereit dir weitere Informationen bei Bedarf per Mail oder Telefon zukommen zu lassen.

Es grüßt

Lucky

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Beitrag von bernhard » Montag 26. Februar 2007, 18:21

Hallo Lucky!
hab schon mehrfach Antwort über pn versucht, funktioniert leider nicht
Gruß Bernhard

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Beitrag von Wilko Schoormans » Montag 26. Februar 2007, 22:42

Moin Berhard,ich warte auf Deinen Rückruf.Gruß Wilko
Zuletzt geändert von Wilko Schoormans am Mittwoch 28. Februar 2007, 07:36, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Lucky » Dienstag 27. Februar 2007, 10:31

Hallo Bernhard,

stehe für Fragen unter ebeneezer (ÄÄÄÄttttt) web.de zur Verfügung.

Gruß

Lucky

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Petroleumheizung.

Beitrag von Lucky » Montag 9. Juli 2007, 15:21

Moin, Moin.

Habe während unseres Urlaubs bei Starkwind die Heizung einige Male mit verschiedenen selbstgebauten Schornsteinaufsätzen oder auch ganz ohne Schornstein benutzt. Die Flamme brennt bei Leichtwind wunderbar, aber bei Starkwind wird die Flamme wegsaugt oder aber das Abgas in den Abgasschlauch gedrückt. Die Ursache für das Problem liegt wohl an dem Schornsteinaufsatz, dass der Wind Einfluss auf die Verbrennung nehmen kann.
Wie sieht der originale Schornsteinaufsatz aus?
Ist mit dem originalen Schornsteinaufsatz das Problem beseitigt oder besteht es weiter?
Läuft beim Betreiben eurer Heizung Kondensat über das Deck oder verdampft es?
Würde mich freuen, Angaben und Maße vom Schornsteinaufsatz oder zusätzlich ein Foto bekommen zu können. Nachbau sollte kein Problem sein.
Erwärmt sich bei euch auch der Tank in dem Bereich wo der Brenner aufgeschraubt ist?

Liebe Grüße und noch eine schöne Segelsaison

Lucky

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Beitrag von bernhard » Montag 9. Juli 2007, 21:54

Hallo Lucky!
Habe den "H" Schornsteinaufsatz aus dem Toplichtkatalog (2007 S 211)
in Nirosta, entsprechend verkleinert, nachbauen lassen,
~ 70 Euro teuer, aber funktioniert gut, auch bei Wind. Hat dort, wo der Schornstein auf den über Deck stehenden Stutzen aufgesteckt wird eine
M 8 Schraube zum sichern. Kondenswasser in nennenswerter Menge konnte ich nicht feststellen. Der "Tank" oberhalb des Brenners soll heiß werden, hier wird Wasser + Frostschutz aus dem Heizkreislauf erhitzt.
Foto könnte ich nach dem nächsten Urlaub schicken
Gruß Bernhard

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petroleumheizung

Beitrag von Lucky » Dienstag 10. Juli 2007, 09:03

Hallo Bernhard.
Ich habe auch einen H-Schornstein nach Vorgabe von Toplicht verkleinert gebaut.
Aus den Rohren unten tropft Kondensat auf das Deck und hinterläßt schmutzige Schlieren. Bei zunehmenden Wind verändert sich die größe und Farbe der Flamme des Blaubrennerers von Blau auf Gelb. Es bildet sich manchmal, je nach Windrichtung Abgas im Brennraum, der die Flamme ersticken läßt.
Zum Erwärmen des Tankes, meinte ich den darunter befindlichen Petroleumtank. Dieser erwärmt sich mehr oder weniger, je nach Schornsteinversion, dort wo der Brenner eingeschraubt worden ist. Die Temperatur ist zwar überschaubar, aber ca. 40 Grad werden es wohl sein.
Ich habe auch über das verwendete Petroleum nachgedacht. Ich habe bis jetzt das Petroleumlampenöl verwendet. Auch um eine direkte Frischluft- zufuhr unterhalb des Tanks denke ich nach.

Es grüßt

Lucky

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Petroleumheizung

Beitrag von Lucky » Donnerstag 26. Juli 2007, 08:39

Moin, Moin.

Habe mit der Fa. Weimeister (Generalvertretung für POD) aus Hamburg wegen der aufgetretenen Probleme telefoniert. Dort kam die Empfehlung den alten, aber optisch noch korrekten Docht gegen einen neuen zu tauschen. Habe diesen Tausch gestern durchgeführt und bin begeistert. Die Flamme brennt stabil ohne zu flackern. Ich bin jetzt der Hoffnung, dass mein Problem gelöst ist. Also wenn ihr Probleme mit der Flamme habt, als erstes den Docht wechseln, auch wenn der alte noch sehr gut aussieht. Durch die altersbedingte Verhärtung des Dochtes wird das Petroleum nicht mehr vollständig sauber durchgesogen und es entstehen diese Merkmal wie ich sie aufgezeigt hatte. Zur Erwärmung des Tanks, hinsichtlich einer eventuell bestehenden Brandgefahr, gab Fa. Weimeister ebenfalls Entwarnung. Eine Erwärmung sei normal und unbedenklich.
Ich hoffe das war ein brauchbarer Tip für alle Petroleumheizungsnutzer.

Es grüßt euch

Lucky

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Petroleumheizung

Beitrag von Lucky » Dienstag 20. November 2007, 14:27

Modifizieren der Petroleumheizung

Beim Heizen in der kälteren Jahreszeit ist mir aufgefallen, dass die Vorlauftemperatur nicht mehr die optimale Wärme erreicht. Die Versorgungsschläuche der Heizung liegen bei mir zum Teil auf dem Rumpfboden und von dem Kajütinnenraum getrennt in ausgekühlten Bereichen.
Um die Wärmeverluste an den Wasserschläuchen zu reduzieren und wieder ein gemütliches Klima im Schiff zu bekommen, habe ich aus dem Baumarkt Isolierrohre aus dickem Schaumstoff gekauft. Alle verlegten Schläuche wurden mit dem Isoliermaterial ummantelt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Wassertemperatur stieg nach dieser Massnahme um 12 Grad.
Das ergab in unserer Vindö 50 bei insgesamt 3,85 m verbauter Heizkörperlänge eine Vorlauftemperatur von 45 Grad. Das reicht aus, um die 20 Grad im Innenraum in einer überschaubaren Zeit zu erreichen.

Falls jemand das nachbauen möchte, wünsche ich viel Spaß dabei

Lucky

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Beitrag von Wilko Schoormans » Dienstag 20. November 2007, 14:39

.....ich beneide Dich,so eine Zentralheizung wünsche ich mir auch!Gruß Wilko

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