Windsteueranlagen

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Thettis
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Windsteueranlagen

Beitrag von Thettis » Samstag 24. März 2012, 01:43

Hallo,

hat jemand von euch Erfahrung mit Windsteueranlagen ?
Ich habe einen elektrischen St4000. Der hat aber seine Mühe ab 5Bft das Boot zu halten.
Einmal sind mir beim Segelbergen auf Leegerwall vor Omö drei Bolzen im Radpiloten gebrochen. Das Ruder war damit blockiert. Zum Glück hielt damals der Anker, und der Abzieher ist immer im Werkzeugkasten.

Letztes Jahr segelte ich mit halben Wind, zusammen mit einem Vereinsboot, bei 6Bft von Faborg zur Schlei. Die Welle war nicht so hoch, aber es war bereits der Bereich wo die Arme immer länger werden. Als ich dann die Keramikabteilung aufsuchen wollte, hatte ich ca. 15Min gebraucht um den e-Autopiloten (bei leicht gefierten segeln) zu konfigurieren. In den darauffolgenden 5Min hatte der sich, von Geräusch her, beinahe schon wieder zerlegt.
Das andere Vereinsboot (kleinerer Langkieler) segelte den ganzen Törn total entspannt unter Windsteueranlage. Vor der Schleimünde schalte es dann zu mir rüber "schöner Kurs, da könnten wir gut noch stundenlang weitersegeln".
Nee, meine Arme waren froh als sie nicht mehr das Steuer halten mußten, sondern nur noch die Bierflasche.
Mit anderen Worten: Ich möchte auch so ein Teil haben.

Worauf ist dort zu achten. Wie sind eure Erfahrungen?

VG
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windsteueranlage

Beitrag von BORKA » Samstag 24. März 2012, 12:52

Hallo,
fahre seit 15 Jahren die ST6000 mit Linearmotor ohne Probleme.
Schubstange greif t direkt am Ruderkoker an. Benötige daher im
Notfall auch die Vidöeigene Notpinne nicht mehr.


Grüsse Borka

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Beitrag von windjob » Sonntag 25. März 2012, 09:30

Ich fahre auch eine ST6000 mit hydraulic Linearantrieb. Funktioniert super.

MuS

Klaus

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Windsteueranlage

Beitrag von Ulf » Sonntag 25. März 2012, 15:13

Hallo zusammen,

fahre auch seit Jahren auf der V50 CC einen Autopiloten 4000, der am Steuerrad ansetzt. Habe mir immer gewünscht, einen Antrieb direkt am Quadranten anzuschliessen, aber keinen Platz dafür gefunden.
Wie bekommt man den Linearantrieb hin, bzw. was ist für einen Hydraulikantrieb erforderlich? Muss man dafür auch auf die größere Version 6000 umsteigen?

Gruß
Ulf
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Re: Windsteueranlage

Beitrag von windjob » Sonntag 25. März 2012, 22:06

Ulf hat geschrieben:Hallo zusammen,

fahre auch seit Jahren auf der V50 CC einen Autopiloten 4000, der am Steuerrad ansetzt. Habe mir immer gewünscht, einen Antrieb direkt am Quadranten anzuschliessen, aber keinen Platz dafür gefunden.
Wie bekommt man den Linearantrieb hin, bzw. was ist für einen Hydraulikantrieb erforderlich? Muss man dafür auch auf die größere Version 6000 umsteigen?

Gruß
Ulf
Hallo Ulf,

habe die ST6000 mit Linearantrieb eingebaut. Hydraulik aus einem Grund, der Antrieb ist nur 40cm lang. Ist zwar etwas teuerer aber meine Erfahrung der letzten 3 Jahr gibt mir recht. Bei mir ist es eine V50MS. Wenn Du Bilder vom Einbau möchtest, schick mir per PN Deine Email Adresse. Ich bin sicher, dass der Einbau bei mir optimal ist.

MuS

Klaus

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Beitrag von Thettis » Dienstag 27. März 2012, 22:24

Vielen Dank für eure Antworten.

Mein Dealer hat mir auch die ST6000 mit hydraulic Linearantrieb nahegelegt.
Er hat auch einige Kunden, die seit dem Einbau keine Proble mehr haben.
Aber trotzdem verbraucht die Anlage (viel) Strom.

Gibt es niemanden mit einer richtigen Windsteueranlage?

Mich würden aber auch eure Fotos interessieren. Da könnte ich schon mal abschätzen wie groß der Aufwand für die Hydraulikanlage wäre.

VG
Christian
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Atlantik Hiflsrudersysteme mit V-Fahne bis 1985

Beitrag von The Joker » Montag 28. Januar 2013, 08:42

Guten Morgen,

in das Thema würde ich auch gern seitlich einsteigen.

Windpilot Pacific - die am häufigsten verbreitete Anlage?

http://windpilot.com/n/wind/de/comp/gesch/


Die modernen Anlagen finde ich "scheusslich anzusehen". Wie fast alles im Leben eine Geschmacksfrage.

Eine Atlantik 4 liegt hier noch - Bild ganz unten, - zumindest von der Materialanmutung (V-poliert) passt das zur Vindö.

Nun könnte es vom Platzangebot bei einer 50er Ketch ziemlich eng werden. (große Windfahne) Seitlicher Anbau wohl möglich, gerade weil man die Rettungsleiter umschiffen muss. Hat jemand von Euch Erfahrungen?

Gruß
Jürgen

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Beitrag von harald » Montag 28. Januar 2013, 14:49

Ich hatte mich einmal mit der hier beschäftigt. http://www.windautopilot.de/_de/0_prod/allg.html
mit der upside down windfahne geht es dann noch von den Abmaßen.
Da die 30er aber ein sehr schmales Heck hat werde ich bei einem plötzlichen Anfall von Reichtum doch eher auf einen elektrischen Pinnenpiloten setzen - zum mal nach unten gehen recicht die Batterie dann schon...
Vindö 30_Fräulein Bö

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Beitrag von The Joker » Montag 28. Januar 2013, 21:18

Moin, Moin,

hab mich auch noch mal mit einem Wissenden direkt unterhalten, der im nächsten Jahr nach Australien segelt:

Für Reviersegeln ist ein elektrischer Autopilot besser. Er nimmt eine Windfahne dazu, weil er auf Longtrip von Akkus unabhängig sein will -kaufte sich gerade aktuell die Neue (mit dem zusätzlichen Pendelruder) zur vorhandenen Autohelm dazu. (Steuerungseinheit für 40-Fuß Schiff-Pinne)

Bei der V50 Ketch gibt es noch das Zusatzproblem Radsteuerer und Platzangebot für das Anlenken der Radsteuerung, mit Besan ist der Effekt geringer als bei einer Sloop.
Wenn also überhaupt, dann die alte Atlantik-Anlage- sie ist aber wenig "zielführend" beim Zielsegeln im Revier, mehr "Spielkram" für den, der das Steuerrad nicht die ganze Zeit festhalten will.

Grüsse Jürgen

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Beitrag von The Joker » Sonntag 3. Februar 2013, 09:49

unbeachtet sollte diese "relativ schöne" Anlage nicht bleiben

http://www.asmer.fr/index.php?asmer_Ses ... 26b20bf200

Asmer

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