Thema Fenster

Rumpf, Deck, Aufbau, Luken und Fenster Holz, Kunststoff, Metall

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Carina
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Thema Fenster

Beitrag von Carina » Donnerstag 10. November 2005, 13:18

In Kerteminde habe ich diese Vindö gesehen
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Hat diese Vindö nun neue Fenster, oder sind das die OriginalFenster?

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Würde mich mal interessieren, wer weiß dazu etwas.


LG Karin
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Beitrag von vindoede » Donnerstag 10. November 2005, 16:07

Jepp,

bei der 45/452 habe ich diesen Fenstertyp schon häufig gesehen.

Ist sicher ein spätes Baujahr die 32er.
Gruss aus Flensburg
Heinrich

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Beitrag von Balu » Freitag 11. November 2005, 19:10

Ich habe vor 3 Wochen eine (wahrscheinlich) 32er in 150m Entfernung vorbeifahren gesehen, mit genau solchen Fenstern,:gruebel: und dachte war wohl doch keine.
Nicht nur die Form ist anders, sondern auch das Material der Rahmen. Gleicht überhaupt irgendeine Vindö einer Anderen? :wonder: Ich glaub nicht und das ist gut so. :daumen:

Gruß Andreas

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Beitrag von Carina » Freitag 11. November 2005, 20:36

Vielleicht war der Eigner es auch leid mit den undichten Fenstern.
Langsam habe ich auch das P in den Augen. Im Frühjahr müssen wir im Salon alle Fenster neu abdichten. Ansonsten haben wir Hochwasser im Salon........ :wallbash:
Na ja, irgendwas ist immer.
Gruß Karin
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Vindoe und Wein

Beitrag von Jo » Samstag 12. November 2005, 12:28

Bonjour,
Wir Ihr Euch sicher alle vorstellen könnte, sind Fenster einer alten Voll-Holz-28er noch weniger dicht als diejenigen Eurer vergleichsweise modernen Konstruktionen – ich habe es schon lange aufgegeben, sie mit fenstertechnischen Mitteln dicht zu kriegen (man muss auch mal einsehen, dass es Dinge gibt, die einfach nicht klappen..).
Wein reift (nicht nur) in unserer Region in Fässern. In Holz-Fässern. Die Frage, die sich der Winzer stellt, liegt der unsrigen diametral entgegen: während er sich damit befasst, wie er den edlen Saft am austreten hindern kann, fragen wir uns, wie wir ihn draussen behalten. Das angewandte Mittel aber kennt keinen Richtungsunterschied und ist damit zweiwegtauglich: Fasstalg. Gibt’s seit über 100 Jahren, preiswert, äusserst einfach und schnell in der Anwendung, geruchlos, dauerhaft. Und vor allem effizient.
Was für ein edles Getränk gut ist, kann für eine edle Vindoe nur billig sein. Bei mir jedenfalls verschwindet kein Tropfen Wein unkontrolliert – zumindest nicht aus den Fenstern!
Jo

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Beitrag von Carina » Samstag 12. November 2005, 12:56

:daumen: Das ist ja mal ganz was anderes.
Was sagt denn unser Spezi aus der Giftküche dazu?
Da bin ich aber mal gespannt.
Warum nicht mal ganz andere Wege gehen.
Danke für den Tipp
Gruß Karin
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fasstalg

Beitrag von seevogel » Samstag 19. November 2005, 22:27

hallo,
hat jemand auch erfahrung mit fasstalg?
wie verträgt er sich denn bei der verbindung holz & metall (rahmen der vindöfenster) ?
wie läßt sich dieses produkt verarbeitung ?

vielen dank !

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Beitrag von vindoede » Sonntag 20. November 2005, 10:45

Moin,

wie das mit der Verträglichkeit ist, kann ich Dir nicht beantworten.

Hier im Norden kennt man Fassdichte bzw. Fasstalg nicht so sehr.

Auf alten Schiffen war es üblich mit Rindertalg zu dichten.

Es gab im Fky mal eine Diskussion darüber.

Einfach bei fky.org ins Forum gehen und nach Fassdichte suchen.
Gruss aus Flensburg
Heinrich

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Beitrag von TomM » Dienstag 22. November 2005, 02:41

Mal Grundsätzlich was dazu aus meiner, eher technischen, Sicht.

Zunächst mal:

Die Fenster der Vindö weren in ein L-Nut (Falz) eingeklebt, der Edelstahlrahmen fixiert die Fenster eigentlich nur. Original hat mal eine Silikonraupe auf's Fenster oder Holz gelegt unud dann das Scheibchen mit dem Rahmen angepresst.

Gehen könnte das auch, oder sogar besser, mit einem sog. Butylband, ein dauerelastischer Dichtstoff auf Basis Butylkautschuk, der nicht reagiert (härtet), sondern klebrig bleibt. Mit Kederband dazwischen (gibt's so zu kaufen) bleibt ein Abstand und es ist genug Dichtstoff zum Dehnen da.

ABER das geht natürlich NICHT, denn die Vindö wurde mit Silikon gedichtet - aus der Traum. Auf Silikonuntergründer, gerade wenn es Hiolz war, haftet nichts mehr. Mit viel Glück für eine Weile Hybriddichtstoff auf Basis PU/Silikon (Pantera) wobei Pantera andere Probleme aufweist - fragt Heiner.

Fasstalg und Konsorten ist ja fein, aber das geht eigentlich nur, wenn das Holz drunter sich dehnt (aufquillt) und damit selbst dichtet. Beim Fenster ist das anders! Es dichtet halt ne Weile, wegen dem Fettanteil, wenn das Fett weg ist ist's auch undicht. Aber schlimmer - wie Dicht ist das Fett denn? Umhüllt es die Holzfasern?

Ich will darauf hinaus - ohne Atmungsaktivität wird es flott Rott geben, gerade beim Mahagoni. Das eingedrungene Wasser muß weg können, wenn nicht kennen alle die schwarzen Stellen am Aufbau.

Ne Vindö ist doch kein Weinfass aus Eiche.
so long -> Tom

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Beitrag von Jogi » Dienstag 22. November 2005, 20:42

Moin moin,

@Heinrich: mich würden Deine Erfahrungen mit Pantera sehr interessieren.

@Tom: Die schwarzen Stellen entstehen aber anfänglich immer an den Schrauben der Fenster. Da wurde wohl ungenügend Dichtstoff verarbeitet.

@all: Ich hab meine Fenster vor langer Zeit neu mit Silicon gedichtet. Hat jetzt ca 10 Jahre gehalten und sollte mal wieder erneuert werden.
Jogi

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Fensterdichtung

Beitrag von Mats » Montag 28. November 2005, 20:40

Nachdem ich den ganzen Aufbau abgeschliffen, gebeizt und neu lackiert hatte, wollte ich die Fenster nicht wieder mit Silikon oder ähnlichem einkleistern:
Von TEROSON gibt es eine schwarze, dauerelastische und nicht klebende Masse mit einer Konsistenz wie Knetgummi. Konfektioniert wird das Zeug in Schnüren. (Ich beschreibe es so ausführlich, weil ich den Namen vergessen habe und der Karton auf dem Boot liegt. ) Ursprünglich habe ich das Zeug beim Auto verwendet, dort hat es 6 Jahre funktioniert. Beim Boot habe ich die neuen Plexischeiben damit in die Fensternuten gepreßt. Zusätzlich habe ich mir für die Fensterrahmen Moosgummidichtungen (4 mm) anfertigen lassen, die auf der Rahmenseite selbstklebend sind (ca. 200 €, in Bad Bevensen gibt es eine Dichtungsfabrik). Die so optimierten Rahmen habe ich auf die eingedichteten Fenster gesetzt und mit Holzschrauben angezogen. Nach dem Anziehen, nach 2 Wochen und nach 4 Wochen habe ich die überschüssige herausgequollene Dichtmasse entfernt (wie schon gesagt das Zeug ist wie Knete). Das Boot war dieses Jahr 2 Monate mit einigen sehr "schönen" Regentagen im Wasser und die Fenster waren absolut dicht. Richtig dauernden Seeschlag habe ich noch nicht testen können, bin aber recht zuversichtlich. Hauptsächlich erhoffe ich mir von dieser Konstruktion eine einigermaßen problemlose De- und Remontage beim nächsten Lackieren, um dem Rott (Schraubenlöcher) unter den Fenster keine neue Chance zu geben.

Gruß Mats

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Nachtrag

Beitrag von Mats » Montag 28. November 2005, 21:07

Bei dem "Moosgummi" handelt es sich natürlich um eine geschlossenporige Variante.

Mats

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Re: Fensterdichtung

Beitrag von TomM » Dienstag 29. November 2005, 03:29

Mathias Böker hat geschrieben:Nachdem ich den ganzen Aufbau abgeschliffen, gebeizt und neu lackiert hatte, wollte ich die Fenster nicht wieder mit Silikon oder ähnlichem einkleistern:
Von TEROSON gibt es eine schwarze, dauerelastische und nicht klebende Masse mit einer Konsistenz wie Knetgummi. Konfektioniert wird das Zeug in Schnüren. (Ich beschreibe es so ausführlich, weil ich den Namen vergessen habe und der Karton auf dem Boot liegt. ) Ursprünglich habe ich das Zeug beim Auto verwendet, dort hat es 6 Jahre funktioniert. Beim Boot habe ich die neuen Plexischeiben damit in die Fensternuten gepreßt. Zusätzlich habe ich mir für die Fensterrahmen Moosgummidichtungen (4 mm) anfertigen lassen, die auf der Rahmenseite selbstklebend sind (ca. 200 €, in Bad Bevensen gibt es eine Dichtungsfabrik). Die so optimierten Rahmen habe ich auf die eingedichteten Fenster gesetzt und mit Holzschrauben angezogen. Nach dem Anziehen, nach 2 Wochen und nach 4 Wochen habe ich die überschüssige herausgequollene Dichtmasse entfernt (wie schon gesagt das Zeug ist wie Knete). Das Boot war dieses Jahr 2 Monate mit einigen sehr "schönen" Regentagen im Wasser und die Fenster waren absolut dicht. Richtig dauernden Seeschlag habe ich noch nicht testen können, bin aber recht zuversichtlich. Hauptsächlich erhoffe ich mir von dieser Konstruktion eine einigermaßen problemlose De- und Remontage beim nächsten Lackieren, um dem Rott (Schraubenlöcher) unter den Fenster keine neue Chance zu geben.

Gruß Mats
Moin Mats,

das Silikon bekommst Du mit Bordmitteln nicht aus dem Holz - das solltest Du mir einfach glauben - oder eben die Erfahrung selbst machen.

Das teroson band ist das was ich meinte - Butylkautschuk - gibts beim örtlichen Glaser für's halbe Geld.

Zwei Monate ist - mit verlaub - nix. Heinrich hatte ein Jahr Ruhe und dann gings wieder los - so sagte er mir.

Rott ensteht da, wo sich Staunässe bilden kann, also in jeder Luftblase, an jeder undichten Stelle.

Geh davon aus, dass Du gute 2 bis 3mm wegschleifen (besser Fräsen) mußt, um wieder Haftung zu bekommen - das klappt beim Deck, aber nicht bei den Fenstern.

Silikonölentfernung ist ein ganz heikles Thema - frag mal Lackierer - oder mich. Wenn Du bei Daimler/Crysler nur Silikon sagst fliegst Du vom Werksgelände - genau so wie bei Opel, bei BMW, bei VW und bei ALLEN anderen Autowerken. Wenn die das schon nicht in den Griff bekommen eine Verunreinigung zu entfernen, dann sollten wir uns nicht vorstellen eine Ölschicht, die seit 20 Jahren durch den Dichtstoff entstanden ist mit ein wenig schleifen weg zu bekommen.
so long -> Tom

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Beitrag von Mats » Dienstag 29. November 2005, 16:10

Hallo Tom,

"ein bißchen Schleifen" hat auch nicht stattgefunden! Die Fensternuten sind natürlich nachgefräßt (ca. 2 mm) worden, sonst hätte ich die Fensterscheiben 2 mm dünner machen müssen. Aber natürlich wird hier die Zeit zeigen, ob die Arbeit o.k. war oder nicht. Mit Silikon kann ich immer noch abdichten, wenn es denn sein muß. Und die großen Autobauer wollte ich eigentlich nicht wegen 8 Fensterchen bemühen.

Gruß

Mats

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Beitrag von TomM » Dienstag 29. November 2005, 17:38

Mathias Böker hat geschrieben:Hallo Tom,

"ein bißchen Schleifen" hat auch nicht stattgefunden! Die Fensternuten sind natürlich nachgefräßt (ca. 2 mm) worden, sonst hätte ich die Fensterscheiben 2 mm dünner machen müssen. Aber natürlich wird hier die Zeit zeigen, ob die Arbeit o.k. war oder nicht. Mit Silikon kann ich immer noch abdichten, wenn es denn sein muß. Und die großen Autobauer wollte ich eigentlich nicht wegen 8 Fensterchen bemühen.

Gruß

Mats
Es würde reichen mich zu bemühen :mrgreen: - Das was die großen Autobauer verwenden hab ich auch - absolut identisch - kommt nämlich aus einem Entwicklungslabor :mrgreen: Aber bei Holz würd ich meine Finger nicht ins Feuer legen, dass das Silikonöl auch wirklich weg ist.
so long -> Tom

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