Es tropft rein...

Rumpf, Deck, Aufbau, Luken und Fenster Holz, Kunststoff, Metall

Moderatoren: vindoede, Moderatoren

Antworten
hafergaertner
Ruderer
Ruderer
Beiträge: 11
Registriert: Dienstag 7. Oktober 2014, 00:27

Es tropft rein...

Beitrag von hafergaertner » Sonntag 7. Mai 2017, 19:34

Moin,

ich habe bei meiner Vindö 65 (von 1977) drei Stellen, an denen es deutlich reintropft:

* vorderes Fenster Backbord: Wohl einfach zu beheben, muss ich neu eindichten
* Fenster über Salontisch: eben dito.

Blöd ist, dass es bei mir über der Pantry reintropft, zusätzlich läuft das Wasser in die Achterkabine. Es sind ziemliche Mengen, die da zusammenkommen :-(

Hat jemand evtl. einen Tipp für mich - außer Schlauch drauf halten und schauen, was passiert, fällt mir wenig ein. Blöd ist halt, dass das Wasser erst nach 2-3 Stunden Regen unten ankommt....
Bevor ich nun alles außeinanderreiße....

Benutzeravatar
windjob
G Punkt
G Punkt
Beiträge: 220
Registriert: Sonntag 22. Oktober 2006, 00:41

Beitrag von windjob » Montag 8. Mai 2017, 13:46

Mit Schlauch drauf halten wirst Du vermutlich wenig erreichen. Regenwasser ist halt wesentlich weicher als Leitungswasser. Ich hatte das mehrfach erfolglos versucht. Wasser sucht sich seine Wege und die sind verschlungen. Ein Bootsnachbar hatte das Problem Wasser im Salon dies kam drei Meter weiter hinten am Niedergang rein und floss dann unter der Deckenverkleidung weiter bis es einen Weg in den Salon fand.
Hier ist leider viel Geduld gefragt. Sorry, dass ich nicht mehr dazu sagen kann.

MuS

Klaus

Benutzeravatar
TomM
Administrator
Administrator
Beiträge: 2037
Registriert: Sonntag 2. Februar 2003, 05:17
Wohnort: Harrislee
Kontaktdaten:

Beitrag von TomM » Montag 8. Mai 2017, 16:12

Einen Anhaltspunkt kann man bekommen, wenn man nach einem Regentag das Deck beim Trocknen beobachtet. Dor, wo es länger Nass bleibt verbergen sich oft die kleinen Probleme. Muss nicht - zeigt aber zumindest mal eine Richtung.

Typische Vindö Punkte sind, Deck zu Aufbau, Deck zu Süllrand und manchmal alle wo Durchbrüche sind - Heizungskamin, Püttinge, Kabeldurchbrüche usw.

Die V65 hat sicher, wie alle anderen Vindö ein dünnes GFK Deck, das mit Teak belegt ist - hier verbirgt sich oft auch ein Geheimnis - die Schrauben mit denen das Teak befestigt ist gehen meist durch und hier kann ein Problem sein. Aber das Wasser läuft halt leider, wie Klaus es sagt, unter dem Teak in alle möglichen Richtungen davon um dann irgendwo heraus zu tropfen.
so long -> Tom

Wissen ist Macht - Macht nichts
(Heinz Erhardt)

hafergaertner
Ruderer
Ruderer
Beiträge: 11
Registriert: Dienstag 7. Oktober 2014, 00:27

Beitrag von hafergaertner » Dienstag 9. Mai 2017, 08:09

Danke für die Info, den Tipp mit den nassen Stellen werde ich mir merken und das anschauen. Ich habe mal drei Fotos, um mein Problem zu verdeutlichen:

Hier sieht man schön, wo das Wasser reinkommen, die Laufspuren sind mittlerweile auch zu erkennen.

Bild
Bild

Der untere Absatz liegt auf Höhe des Laufdecks, der Wassereinbruch ist also weiter oben. Das Fenster selbst ist dicht (sitzt noch weiter oben und ist trocken, außerdem bereits neu eingedichtet).

Hier mal zum Vergleich der Bereich von außen:

Bild
[/img]

Wasser findet sich auch unterhalb des hinteren kleinen Fensters in der Achterkabine.

Bisher habe ich folgendes gemacht:
* alle drei Fenster raus und neu eingedichtet
* Stoßkante zum Laufdeck neu verfugt, ebenso die Stoßkanten am Aufbau/Oberdeck
* Teakdeck im Bereich des Niedergangs (gleiche Höhe wie Stoßkante Oberdeck) raus und neu rein

So langsam weiß ich nicht mehr weiter. Auffällig ist, dass das Wasser nach ca. 1 Stunde Regen kommt (vorher ist alles trocken), dann aber massiv. Selbst leichter Regen befördert gut einen Liter pro 3 Stunden rein ..... :-(

KaiH
Segelmacher
Segelmacher
Beiträge: 43
Registriert: Dienstag 17. Januar 2006, 09:34
Wohnort: Berlin

Undichtigkeit

Beitrag von KaiH » Dienstag 9. Mai 2017, 12:25

Hallo,
es könnte am Stabdeck vorn vom Kajütaufbau liegen ,wenn das Regenwasser so lange braucht. Es läuft zwischen Teak und Sperrholz und sucht sich seinen Weg entlang der Verbindungsfugen bis es eine Möglichkeit findet. Also die Fugen vom Stabdeckdach gründlich absuchen.
Viel Spaß und Erfolg

Grüße Kai

Uli Löbe
Schiffsjunge
Schiffsjunge
Beiträge: 8
Registriert: Montag 7. August 2017, 12:42
Wohnort: 86807 Buchloe

Re: Es tropft rein...

Beitrag von Uli Löbe » Mittwoch 9. August 2017, 14:51

Moin Moin,

bis vor circa zwei Wochen hatte ich genau das gleiche Problem ... nur nicht in diesem Ausmaß. Im Vorschiff - steuerbord - unter dem Fenster lief immer nach längerem oder stärkerem Regen (was oben in Dänemark keine Seltenheit zu sein scheint!) Wasser in das Schwalbennest im Vorschiff. Nicht viel ... aber ärgerlich!

Insgesamt hatte ich drei Propfen im Teakdeck im Verdacht, um die herum das Wasser auch immer etwas langsamer verdunstete als bei allen anderen Propfen im Deck. Ich habe alle drei geöffnet, die Schrauben herausgenommen, die Löcher vorsichtig mit Epoxid verfüllt, die Schrauben in das noch nicht harte Epoxid wieder eingedreht und neue Propfen aufgesetzt.

Seit dem ist das Schiff (Vindö 50) trocken!

Liebe Grüße - Uli Löbe

hafergaertner
Ruderer
Ruderer
Beiträge: 11
Registriert: Dienstag 7. Oktober 2014, 00:27

Re: Es tropft rein...

Beitrag von hafergaertner » Donnerstag 10. August 2017, 21:41

Hallo Uli,

bei mir war es genauso: 4-5 Pfropfen waren undicht, Epoxi rein und seitdem ist gut.

Uli Löbe
Schiffsjunge
Schiffsjunge
Beiträge: 8
Registriert: Montag 7. August 2017, 12:42
Wohnort: 86807 Buchloe

Re: Es tropft rein...

Beitrag von Uli Löbe » Montag 28. August 2017, 15:57

Hallo "Hafengaertner"!

Freut mich, dass Du kurz bestaetigt hast, was ich hier geschrieben habe! Mein Teakdeck ist frisch verfugt und nirgendwo bilden sich beim Trocknen irgendwelche Stellen, die länger brauchen, bis sie trocken sind. Doch die Propfen im Deck sind immer ein Schwachstelle, an denen das Wasser seinen Weg findet.

Ich jedenfalls habe ich mich richtig gefreut, dass ich genau die richtigen gefunden, ausgebohrt und ersetzt habe!

Liebe Grüße und immer die berühmte Handbreit unter dem Langkiel! :-)

Uli Löbe

Antworten