Innenausstattung Vindoe 30

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Götz
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Innenausstattung Vindoe 30

Beitragvon Götz » Fr Nov 11, 2016 10:25

Moin Jungs & Mädels,

ich habe mal eine Frage.

Wie der ein oder andere eventuell bereits weiß, bin ich gerade dabei meine Vindoe 30 zu restaurieren. Da jetzt der Winter kommt, zeichne und bereite die Innenausstattung vor.

Dabei kommen mir einige Fragen in den Kopf:

- Salzwasseraufbereiter: Hat jemand von euch Erfahrung mit Umkehrosmosen; vielleicht sogar einen Tipp welche gut funktioniert?

- Heizen: Hat jemand von euch einen Ofen bzw. eine Heizung an Bord? Momentan tendiere ich zu einer Petroleumheizung von Taylor's (079K), bin aber offen für Anregungen

- Kochen: Ich habe mich gegen Gas entschieden und wollte eventuell auf Petroleum umsteigen. Dort tendiere ich zu einem Taylor's (Petroleumherd 029).

Für jeglichen Input bin ich sehr dankbar.

Beste Grüße,

Götz

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Beitragvon TomM » Fr Nov 11, 2016 17:30

Moinsen Götz,

Du restaurierst aber ein Vindö 30, oder doch eher eine 50er oder größer?

Fangen wir mal hinten an: Alles meine persönliche Meinung und Einschätzung die keinen Anspruch auf Richtigkeit erhebt!

Also Gas gegen Petroleum - ich weiß nicht warum alle möglichen Segler so eine panische Angst vor Gas haben. Gas stinkt, und zwar so erbärmlich, dass Du weit unterhalb der Explosionsgrenzen den Geruch in der Nase hast. Frag mal bei Panteanius nach warum die meisten Schiffe Feuer fangen: Die Antwort ist, durch Fehlbedienung der PETROLEUM Öfen. Das gibt nämlich Stichflammen die Du nicht mehr unter Kontrolle bekommst.

Heizung, ein Taylor Ofen ist toll, sieht toll aus und mach bulllenwarm. Aber wohin in einer 30er mit dem "Trum"? Dazu kommt das erstgeschriebene, wehe wenn Dir das Ding durchgeht - beim Ofen eher nicht so wahrscheinlich wie beim Herd. Die meisten haben eine Wallas oder einen Wallas Nachbau im Schiff, ich würde heute immer zu Diesel tendieren, den hast Du sowieso an Bord.

Wassermacher, Umkehrosmose ist das einzige funktionierende System - ich kenn gar keine anderen Anlagen, die Kleinste macht etwa 5 bis 6 Liter Trinkwasser, die größte etwa viele tausend Liter. Eines haben die Umkehrosmose Anlagen aber gemein, sie müssen in Betrieb sein, schon eine Pause von einer Woche kann Dir die Membran hinüber sein, durch Bakterien, durch Kalk, durch was auch immer. So etwas ist also eher was für Liveaboards. Alternativ kannst Du jedes Mal desinfizieren und mit Butylglykol Spülen und hoffen das es gut genug war. Eine Membran kostet etwa 300 Euro, in 2017 wahrscheinlich eher 150 Euro in 2018 eher 400 Euro... oben offen. Gut gepflegt und gut benutzt halten die etwa 5 bis 10 Jahre. Aber wie gesagt, nur mal für drei Wochen Urlaub ist das in meinen Augen Unsinn.

Bei Dir um die Ecke gibt es Purewater (Heinz Fehlemann) der hat gute Anlagen die 30 Liter die Stunde machen und ohne Hochdruckpumpe auskommen. Die Hochdruckpumpen sind meist der Grund für die Ausfälle.
so long -> Tom

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Beitragvon kubik » Sa Nov 12, 2016 10:28

Moin Götz,
den Worten von Tom ist nichts hinzu zufügen. Wenn Du nur Urlaubstörns machts reicht die graue Gasflasche aus, auch für die Gaskiste ist auf der 30er genug Platz. Ich segel seit Jahrzenten mit Gas. Auch sind die Dieselstandheizungen klein und effektiv. Ein weiterer Tank ist auch ein Platzproblem. Die Größe der Vindø ist zu berücksichtigen. Sicherlich hat ein jeder mit seinem neuen Boot großes vor aber es ist immer 3ft zu kurz.

Gruß von der Elbe

JK

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Beitragvon Götz » Mo Nov 14, 2016 09:25

Moin Männer,

ich wusste auf euch ist Verlass!

Vielen Dank für die tollen Tipps. Ja, es ist eine 30er (die mit der relativ hohen Deckenhöhe).

Das Petroleuum hatte eher die Idee, dass man das überall gut bekommt und die Gas-Richtlinien und nachpumpen in anderen Ländern etwas anders sind. Ich wollte nächstes Jahr erstmal einen Skandinavientrip machen und danach eventuell Richtung Süden aufbrechen; deswegen diese großen Veränderungen.

Welche Wallas habt ihr? Das mit dem Diesel stimmt natürlich; das hatte ich auch kurz auf dem Schirm, da der Tank eh dort installiert ist und je weniger Brennstoff (-tanks) an Bord desto besser!!

Habt ihr eventuell Fotos oder Anregungen wo ich was gut unterbringen kann? Im Netz finde ich nur schlecht Fotos von Innenräumen und Aufteilungen von Vindoes.

Mit der Umkehrosmose ist das so eine Sache. Die Preise sind ja auch sehr hoch und momentan ist das keine Priorität. Erstmal Elektro, Wärme, Kochen und dann weiterschauen :-)

Beste Grüße,

Götz


PS: Gibt es die Möglichkeit sich via sms benachrichten zu lassen, wenn hier ein neues Thema angeschnitten wurde?

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Beitragvon TomM » Mo Nov 14, 2016 16:02


:offtopic:
kubik, Deine E-Mail Adresse geht nicht mehr - bitte tausche Sie gegen eine funktionierende! Oder mach das Postfach mal leer.

Warum ich das weiß? Weil Du "bei neuen Antworten benachrichtigen" angekreuzt hast und ich die Mailrouter bekomme wenn die Mail nicht zugestellt werden kann.
:/offtopic:
so long -> Tom



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Beitragvon Götz » Mo Nov 14, 2016 16:21

TomM hat geschrieben:
:offtopic:
kubik, Deine E-Mail Adresse geht nicht mehr - bitte tausche Sie gegen eine funktionierende! Oder mach das Postfach mal leer.

Warum ich das weiß? Weil Du "bei neuen Antworten benachrichtigen" angekreuzt hast und ich die Mailrouter bekomme wenn die Mail nicht zugestellt werden kann.
:/offtopic:



moin, da steht zwar kubik, aber galt das mir?

Liebe Grüße

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Beitragvon TomM » Mo Nov 14, 2016 17:10

Nö, das galt Kubik
so long -> Tom



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Beitragvon TomM » Mo Jan 02, 2017 17:55

Moin Götz,

erst mal ein gutes neues Jahr - natürlich auch für alle anderen -

Ich habe eine Frage von einem Götz mit einer Vindö bei Johannes Erdmann gelesen, ich glaube das warst Du.

Filter beim Wassermacher sind die Vorfilter, die sich je nach Dreck im Wasser zusetzen. Da stimmt die Antwort in der Nordsee öfter als auf dem Atlantik. Die Membran (das ist im Grunde kein Filter) sollte, sofern das Wasser von den Vorfiltern Schmutzfrei gefiltert wurde, wenigstens mal 3 bis 10 Jahre halten - Der Unterschied ist ausschließlich der Salzgehalt. Was den Membranen Probleme macht ist Öl im Wasser und - Achtung und nun sind wir bei Johannes - wenn die Pumpe kein Wasser mehr fördert (weil defekt) und die Hochdruckpumpe trocken läuft und danach Metallabrieb in die Membran gepresst wird. Das A&O ist ein ordentlicher Wasserzulauf der die Wassermenge bringt, die für die Umkehrosmose benötigt wird.

Die meisten Membranen gehen durch zu geringen Wasserzulauf kaputt, nicht durch Öl, oder anderen Dreck.

Der zweite Risikobereich ist das außer Betrieb setzen, wenn hier nicht sorgfältig mit z.B. Glykol und einer Desinfektionslösung nachgespült wird, dann wird die Membran von Bakterien befallen die selbige zerstören, bzw. das Wasser dauerhaft unbrauchbar machen. Dann hilft nur ein Tausch der Membran. Dieses Rückspülen/Desinfizieren ist nicht ganz unproblematisch.

Johannes hat im Katamaran zum ersten mal einen Watermaker - er hat damit kaum Erfahrung und das wird am Ende auch der Grund für den Tausch der Membran (und der Pumpe) sein. Watermaker sind eine tolle Erfindung - aber sie benötigen ein wenig Aufmerksamkeit. Einfach nur Schalter umlegen geht auf Dauer schief (wie bei Johannes nach den drei Monaten die er nun auf dem Kat ist).

Das heißt im "normalen" Segelbetrieb, bei Urlauben, und Wochenenden ist ein Wassermacher eher ein Problemherd als ein Freudespender. Eine Membran kostet so etwa 300 bis 500 Euro (je nach Länge) Eine Vordruckpumpe mindestens noch mal so viel, eine Hochdruckpumpe für 12V ist nicht unter 1200 Euro zu haben (noch dazu ist sie laut).

Noch mal der Tipp, gehe zu Heinz Fehlemann (Purewater) zum eine berät er Dich wirklich gut, zum anderen arbeiten seine Wassermacher ohne externe Hochdruckpumpe. Einbauen würde ich den erst wenn es auf große Fahrt geht.
so long -> Tom



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