Pflege Teakholzdeck

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kubik
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Beitrag von kubik » Montag 1. März 2010, 17:13

Moin zusammen,

mit grüne Seife und Salzwasser bischen schrubben war bislag immer gut und vielleicht schon bei den Wikinger bekannt.
Kostet wenig hilft viel


Gruß Jk

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Beitrag von Insulaner » Mittwoch 10. März 2010, 07:58

Moin alle miteinander,

das Schrubben mit Seife und Salzwasser hat uns auch der Chef unserer Werft empfohlen, in der unsere "Annabelle" derzeit liegt. Sobald der Lack der Aufbauten erneuert und gehärtet ist, werden wir seinen Tipp an einem hoffentlich milden Frühlingswochenende beherzigen.

Gruß
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D2

Beitrag von Thettis » Mittwoch 17. März 2010, 01:06

Hallo, ich habe in den letzten Saisons auch ordentlich getestet.

Mich ärgert immer das grüne Deck, welches zum Sommer erscheint (wenn es naß ist). Und vor allem das lange Schruppen zom Saisonende (immer ein bis zwei Wochenenden).

Auf der Scheuerleiste habe ich Teakwounder angewendet.
Leider sind hier drei Arbeitsgänge nötig. Das dauert viel zu lange. Das Holz wird etwas gelblich verfärbt. Aber immer zum Saisonende ist die Schicht runter, und die Scheuerleiste wird auch wieder grün.

Auf der äußeren Teakleiste auf dem Deck habe ich D2 aufgerollt (nur eine Schicht, da D2 bei mehreren Schichten dunkel färbt).
Da auf der V40 hier immer das Regen und Spritzwasser nach achtern läuft, ist diese immer als erste grün.
Im Herbst war dann wieder das Deck grün, mit Ausnahme der erste Leiste !!!
Und das D2 war noch nicht abgewaschen.

Daraufhin rollte ich das ganze Deck im nächsten Winter einmal mit D2. Die erste Leiste ist dadurch jetzt leider dunkler geworden (weil 2.Schicht).

Aber ich habe im letzten Herbst das Deck überhaupt nicht geschruppt, da es noch total sauber ist.

Ich suche nun nach einer Alternative zu D2. Etwas was nicht dunkel trübt. Vor einiger Zeit war auch ein interessanter Bericht im Palstek zu dem Thema. Eine besonderes Ergebnis gab es allerdings nicht.
Viele vorgestellten Produkte haben aber ebenfalls Oxalsäure beinhaltet.

Vielleicht wische ich auch einmal mit Oxalsäure das Deck, und rolle anschließend wieder eine Schicht D2 aus.

Ich habe interessante Fotos zu meinen behandelten Leisten (in braun und gün) und kann diese gerne updoaden. Nun bin ich aber nicht ganz aktuell informiert, gibt es einen Server auf dem ich das ablegen kann?


schöne Grüße
Christian
PS: lieber rollen anstatt schruppen
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Re: Pflege Teakholzdeck

Beitrag von harald » Freitag 28. Juli 2017, 18:03

So - jetzt muss ich auch mal nachfragen. Bei dem Sommer haben wir das erste mal auch Grün auf Teak. Bevor jetzt noch Rasen wächst - Oxal-Säure - greift die auch njoch etwas anderes an? bekommt man die beim Forensponsor? :lol:
Bild
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Re: Pflege Teakholzdeck

Beitrag von Mats » Dienstag 1. August 2017, 21:58

Soweit ich weiß sind die Wirkstoffe quartäre Ammoniumverbindungen. Enthalten z.B. im Produkt BORACOL. Es gibt aber im Baumarkt auch preiswertere Moosbremsen.

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Re: Pflege Teakholzdeck

Beitrag von TomM » Mittwoch 2. August 2017, 12:49

Moinsen,

Boracol ist extrem giftig durch die quarternären Ammoniumverbindungen ganz genau durch den Wirkstoff Di-natrium-octaborat. Das Zeug ist im Grunde für den Privatgebrauch verboten. Im Gwerblichen Bereich wird es noch immer beim Transport von z.B. Mahagoni Stämmen als Pilzschutz verwendet. Allerdings. wenn die Stämme gereinigt werden, dann MUSS das auf Folien geschehen und das Abwasser MUSS aufgefangen und entsorgt werden.

Irgend ein Lobbyverband hat es geschafft, dass das Boracol noch begrenzt zugelassen wurde solange der Wirkstoffgehalt unter 10% bleibt. Dinatriumoctaborat ist bioakkumulativ, dass heißt es wird nicht (gar nicht) in der Natur abgebaut und rteichert sich langsam an. Man hat Fische in Östereichischen Gebirgsbächen gefangen, die zum einen mit Quarternäeren Ammoniumverbindungen (Desinfektion) und mit Dinatriumoctaborat belastet waren. Wer wird die Fische am Ende wohl auf dem Teller haben.

Die Oxalsäure funktioniert recht gut - davor kann man, je nach Stärke des Moosbelags, mit CG Cleaner erst mal das Moos entfernen. Beides gibt es bei uns. Bitte NICHT die Oxalsäure bei eBay kaufen - die ist zur Desinfektion von Bienenstöcken und wirkt kaum weil sie sich kaum löst.
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Re: Pflege Teakholzdeck

Beitrag von harald » Donnerstag 3. August 2017, 16:13

Wie muss ich denn dann die Oxalsäure anwenden??
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Re: Pflege Teakholzdeck

Beitrag von TomM » Donnerstag 3. August 2017, 18:21

Die "Säure" (sieht aus wie Salz) wird ca 8% in Wasser gelöst. Das ist einfach, denn Oxalsäure löst sich mit max. 8 bis 10% in Wasser. Dann wird sie auf das vorgereinigte Teakdeck gewischt und einfach eintrocknen lassen. Die sich bildenden Kristalle laufen sich ab oder lösen sich im nächsten Regen.

Wichtig ist halt ordentlich Oxalsäure in das Holz zu bekommen - ganz nebenbei bleicht sie ein wenig - das Deck wird insgesamt etwas heller.
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Re: Pflege Teakholzdeck

Beitrag von harald » Donnerstag 3. August 2017, 18:26

Ah - dann bekommen ja auch so Mischverhältnis-Unverständige wie ich das hin... :)

Heller?? Nicht dass dann Blondinenwitze übers Boot gemacht werden - Kalauermodus wieder aus....
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Re: Pflege Teakholzdeck

Beitrag von harald » Dienstag 22. August 2017, 18:42

Noch ne Frage. Da steht ja die Warnung nicht mit Metall in Berührung bringen. Die Scheuerleiste hat die Messingleiste dran, das Teak wollte ich da behandeln wo die Relingsstützen stehen, was nun? Alles Metall abschrauben? Tut sich ein Riss im Raum-Zeit Kontinuum auf wenn Oxalsäure auf V4A trifft?
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Re: Pflege Teakholzdeck

Beitrag von TomM » Dienstag 29. August 2017, 16:35

Moin Harald,

das steht drauf, damit nicht irgendwelche Nerds die Lösung auf Metallteile auftragen und warten bis die sich auflösen.

Generell sind ALLE Säuren, auch die Zitronen oder Essigsäure und sogar Fruchtsäuren die eher harmlos wirken potentielle "Gefährder" von Metallen. Gleiches gilt für Alkalien, also Natronlauge, Kalilauge, Salmiakgeist etc.

Aber um Dein Raum/Zeit Kontinuum nicht zu gefährden - man sollte die Oxalsäurelösung von Buntmetallen und von Aluminium bald mit klarem Wasser abwaschen um Schädigungen (die ich bislang noch nicht erlebt habe) vorzubeugen.

Bei Edelstahl tut dies nicht not - im Gegenteil, man bekommt auch tiefere Rostnarben zuverlässig weg und erhält bei den seewasserfesten Edelstählen auch gleich wieder eine schützende Oxidschicht.
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Re: Pflege Teakholzdeck

Beitrag von harald » Sonntag 10. September 2017, 19:45

Moin Tom, hat super funktioniert. Ohne grün auf dem Deck dem Saisonende entgegen...!
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Re: Pflege Teakholzdeck

Beitrag von kubik » Mittwoch 25. Oktober 2017, 11:17

Moin zusammen, habe Gori 22 mir aus DK beschafft und 1x benutzt. eine Verfärbung hat sich, nicht ergeben aber einen erhofften Erfolg konnte ich nicht verzeichnen. Auch die grün Algen sind nach wie vor vorhanden trotz Salzwasser. Habe noch einen angebrochenen Eimer stehen er ist abzugeben.

Gruß von der Elbe

JK

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