Ruderanlage

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Pitschi
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Ruderanlage

Beitrag von Pitschi » Samstag 16. Mai 2015, 21:47

Hallo,
ich bin seit letztem Jahr vom Vindö-Virus befallen und konnte nicht Widerstehen dieses Jahr (im Winterlager) eine Vindö 40 Bj. 79 zu kaufen.
Im Frühjahr habe ich dann, stolz wie Oskar, (in der Halle) alles betrachtet und probiert.
Am 2.Mai hat sie das erste Mal seit 3 Jahren wieder Wasser gespürt und immer noch ist alles super. Bis wir in die erste Box gefahren sind. Donnerschlag geht das Ruder aber schwer. 20sm später, das Ruder geht immer noch schwer - aber naja, beide sind wir nicht mehr die jüngsten, das wird schon. Heute die Überfahrt in meinen neuen Heimathafen 30sm Achterlichen Wind - ich hab gekurbelt, bis der Arzt hätte kommen sollen - fragte ich mich, soll das wirklich so schwer gehen?
Aber zurück, im Winterlager habe ich feststellen können, das ich Spiel nicht seitlich, sondern aufwärts habe, fehlen wohl einige Scheiben? Ist hoffentlich auch nicht schlimm - Wasser dringt nicht ins Boot. Die Ruderstellung ist über eine Kette am Steuerstand, auf ein Stahlseil zu zwei "Halbmonde" am Ruder geführt. An den Halbmonden kann man ein wenig das Ruderblatt bewegen (ca. 2mm), hier geht es leicht.
So mehr wird nicht verraten - stellt lieber Fragen.
Immer noch stolze Grüße
Frank

vindoede
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Beitrag von vindoede » Sonntag 17. Mai 2015, 08:36

Moin Frank,

willkommen im Vindöforum (nicht Quizforum) und Gratulation zur 40er.

Die gewünschte Frage:
Brauchst du Tipps zur Instandsetzung der Wargia-Ruderanlage oder willst du uns häppchenweise die Lösung präsentieren ?
Gruss aus Flensburg
Heinrich

Pitschi
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Beitrag von Pitschi » Sonntag 17. Mai 2015, 08:58

Hallo Heinrich,
nein ein Quizforum soll das nicht werden.

Ja, eine Wargia-Ruderanlage ist es, wenn durch eine Wartung oder Instandsetzung, das Manövrieren endlich wieder Spaß macht, dann her mit den Tipps.
Gruß Frank

casihoma
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Beitrag von casihoma » Freitag 5. Juni 2015, 18:28

Hallo Frank,
bei meiner 50er hatte ich auch das Problem mit der Schwergängigkeit.
Habe dann die Steuerseile am Ruderquadranten gelöst > das Ruderblatt ließ sich ganz leicht hin u. her bewegen.
Es lag daran das die Seile in den Bowdenzügen durch eingedrungene Feuchtigkeit regelrecht festgegammelt waren. Irgendwelche Schmiernippel oder Zugänge um die Seile zu schmieren, sind nicht vorhanden. Das bedeutete: Bowdenzüge ausbauen und gängig machen.
Neue Drahtseile hab ich mir beim Segelmacher anfertigen lassen (ca 50,-- Euro).
Die ganze Sache ist bei mir sehr aufwändig gewesen weil sich die Drahtseile nicht so ohne Weiteres ausbauen ließen.
Jetzt wo Alles wieder i.O. ist kann man das Rad mit dem kleinen Finger drehen. Freut auch den Autopiloten, der sich nicht mehr so quälen muß.
Das Spiel hat m.E. keinen Einfluß auf die Schwergängigkeit.
Irgendwas ist immer!
Gruß
Carsten

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Beitrag von Ludi » Dienstag 9. Juni 2015, 09:42

kann man da kurzfristig auch nur mit ein wenig Fett/Schmierung was machen?
Viele Grüße
Stephan

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Beitrag von Pitschi » Sonntag 26. Juli 2015, 17:46

Moin Helfer,
habe vor 4-5 Wochen angefangen meine Bowdenzüge mit öl zu duschen, nein kein billiges Zeug, schon eins aus dem oberen Regal, und jetzt läuft es schon recht leicht. War wohl nach den Jahren verharzt. Danke für eure Hlifsbereitschaft.
Gruß Frank

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Beitrag von TomM » Montag 27. Juli 2015, 02:17

Um das zu vermeiden sollte man einfach dieses Trockenschmiermittel (Spray) ich glaube von Weicon, verwenden. Dann verharzt auch nichts.

By the way, sind das wirklich Bowdenzüge? Bei mir (allerdings keine Vindö mehr) sind es Drahtseile die offen laufen. Ich würde mich zwar nicht um den Ausbau reißen, aber so wirklich kompliziert scheint mir das nicht.
so long -> Tom

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Beitrag von Pitschi » Dienstag 28. Juli 2015, 07:53

lt. Wikipedia sind es Bowdenzüge (Stahldraht oder Drahtseil, das in einer druckfesten Hülle (Bowdenzughülle) verlegt wird). Das System scheint mir recht simpel und robust.
Gruß Frank

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Beitrag von vindoede » Sonntag 2. August 2015, 09:31

Moin,

bei unseren alten Vindö gibt es 2 Versionen der Ruderanlage.

1. Morse Rockwell (mit Bowdenzügen, hier ist die druckfeste Hülle Teil des Systemes und nicht nur Schutz)

2. Wargia (mit Draht und Kette)
Gruss aus Flensburg
Heinrich

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Beitrag von Pitschi » Montag 3. August 2015, 07:47

Verdammt,

ich hätte (nachdem ich die "Bowdenzughülle" angefasst habe) behauptet, dass es eine Ruderanlage mit Bowdenzug ist. Aber, an der Steuersäule habe ich einen Knauf zum feststellen der Ruderanlage und hier steht Wargia. Kette und Draht habe ich natürlich auch.
Gruß Frank

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Beitrag von vindoede » Montag 3. August 2015, 14:53

Nichts ist unmöglich - Schau doch mal, ob du irgendwo Umlenkrollen findest.
Du hast bei deiner ersten Beschreibung die Halbmonde am Ruderquadranten beschrieben. Die wären bei einer Steuerung mittels Bowdenzug unsinnig. (eine kleine Pinne würde reichen)
Gruss aus Flensburg
Heinrich

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Beitrag von Pitschi » Montag 3. August 2015, 16:42

Wohl wahr

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Beitrag von hansenloewe » Samstag 8. August 2015, 07:51

vindoede hat geschrieben:Nichts ist unmöglich - Schau doch mal, ob du irgendwo Umlenkrollen findest.
Du hast bei deiner ersten Beschreibung die Halbmonde am Ruderquadranten beschrieben. Die wären bei einer Steuerung mittels Bowdenzug unsinnig. (eine kleine Pinne würde reichen)
Heiner,

ist bei unser 40er ebenso. Kette über Kettenrad, dann über spezielle Kettenschlösser mit Gewindehülse an jeder Seite an Bowdenzüge fixiert und diese wiederrum zum Ende nicht gänzlich mit Hülle versehen, so dass der Draht jeder Seite jeweils über einen eigene Führung in einer "viertelmondförmigen" Steuerscheibe am Ruderquadranten die Längenveränderung in eine Drehbewegung umsetzt.
Die Länge des Zuges und damit Spiel und Spannung des Drahtes lassen sich nochmals per Verschraubung an der Steuerscheibe sehr fein und relativ einfach einstellen.

Insgesamt ein stabiles und sicheres System.
Gruß

Karsten
Boot: keine Vindö mehr - verkauft. Aber immer noch Interesse an den schönen Schwedinnen.

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